9. August 2012

Speisepläne der unterschiedlichen Hominiden variierten stark

Seine Vorliebe für Fleisch hat das Überleben des Frühmenschen begünstigt. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forscherteam im Fachjournal "Nature". Wie die Wissenschaftler berichten, haben sie die Zähne von verschiedenen Funden von Hominiden - also Frühmenschen - aus Afrika analysiert.

Die Untersuchung zeigt demnach, dass der "Australopithecus africanus" das breiteste Nahrungsspektrum hatte. Er aß sowohl Blätter und Früchte als auch Fleisch. Im Vergleich dazu waren die beiden jüngeren Hominiden deutlich wählerischer: Der "Paranthropus robustus" aß der Studie zufolge weit mehr pflanzliche Kost als die zu jener Zeit lebenden Vertreter der Gattung "Homo". Diese verspeisten recht viel Fleisch.

Möglicherweise sei Paranthropus die Spezialisierung auf Pflanzen sogar zum Verhängnis geworden: Als sich die Umweltbedingungen im südlichen Afrika wandelten, starb er aus. Zurück blieben als einzige Frühmenschengattung die damaligen Vertreter der Gattung "Homo".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)