9. August 2012

US-Professor: Wir müssen aufhören, im Sport in Rassen einzuteilen

Sind schwarze Athleten besser als weiße? Statistisch gesehen nicht - für den Erfolg ist eher entscheidend, wie und wo die Sportler ausgebildet wurden. Der US-amerikanische Professor John Hoberman vertritt die Ansicht, sportliche Leistungen sollten also nie auf die Hautfarbe zurückgeführt werden.

Im Interview mit der "taz" sagte er, beim Beobachten des Sports müsse man endlich wegkommen vom Rassendenken. Auch wenn die besten 100-Meter-Läufer Menschen mit dunkler Hautfarbe seien, gebe es niemanden, der dafür eine wissenschaftliche Erklärung habe. Theorien, die die Leistung von der Rasse oder der geografischen Herkunft ableiteten, seien nur spekulativ.

Hoberman ist Autor des Buchs "Darwin's Athletes", das Vorurteile gegenüber Schwarzen im Sport aufgreift. Es ist ein Standardwerk der US-Sportpsychologie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)