9. August 2012

Schweizer Spurensicherung: Experten aus Lausanne sollen Arafats Tod aufklären

Die besten Spurensicherer gibt es offenbar in der Schweiz. Experten des Universitätsklinikums Lausanne sollen bei der Aufklärung der Todesumstände des früheren Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat helfen. Das gab der Chefermittler in Ramallah bekannt. In Palästina sollen jetzt auch Arafats sterbliche Überreste untersucht werden.

Hintergrund ist der Verdacht, Arafat könnte 2004 Opfer eines Giftmordes geworden sein. Das auf Strahlenschutz und medizinische Anwendungen spezialisierte Institut in Lausanne hatte bereits erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210 festgestellt - unter anderem auf Kleidungsstücken, die Arafat in den Tagen vor seinem Tod in einem Pariser Krankenhaus getragen hatte. Mit diesem Gift war 2006 der russische Regimekritiker Alexander Litwinenko getötet worden.

Die Schweizer Experten betonten damals jedoch, eine abschließende Beurteilung der Todesursache sei nur durch eine Untersuchung der sterblichen Überreste Arafats möglich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)