9. August 2012

San Francisco: Parkgebühren werden der Nachfrage angepasst

Wenn nur noch wenige Parkplätze frei sind, entscheidet der Zufall, welcher Autofahrer einen bekommt. Das, so schreibt der "Zeit"-Autor Pierre-Christian Fink, sei ungerecht und ökonomisch gesehen ineffizient. Denn am ehesten sollte der Parkplatz an denjenigen gehen, der ihn am dringensten brauche.

Als Lösung für dieses Problem bemüht Fink eine Regelung, die die kalifornische Stadt San Francisco jetzt einführen will: Sensoren messen, wie viele Parkplätze noch frei sind - so werden die Gebühren angepasst. Der letzte freie Platz kostet dann mehr als die anderen - und so geht er an den, der eher bereit ist, den hohen Preis zu zahlen.

Fink gibt allerdings zu bedenken: Wirklich gerecht sei auch das nicht, denn der Parkplatz ginge dann eher an eine Millionärin beim Shoppen als an eine Frau, die ihren Mann ins Krankenhaus fahren wolle. Von einer optimalen Lösung sei das Projekt also noch entfernt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)