9. August 2012
Mit ihrer Vorliebe für's Graben treiben sie Gartenbesitzer in den Wahnsinn. Maulwürfe sind eng verwandt mit Spitz- und Hausmäusen - aber wegen ihres unterirdischen Lebensraums haben sie deutlich größere, schaufelartige Hände. Paläontologen von der Universität Zürich haben jetzt untersucht, woran das genau liegt. Dabei stellten sie fest, dass das sogenannte SOX9-Gen eine wichtige Rolle spielt - und zwar während der embryonalen Entwicklung aller drei Tiere.
Die Wissenschaftler analysierten nun, wann genau es während der Schwangerschaft zum tragen kommt. Ergebnis: Bei den Mausarten wirkt es gleichzeitig an Händen und Füßen - bei den Maulwürfen zunächst nur an den Händen. So kommt es zu den Veränderungen am Skelett - und damit dazu, dass der Maulwurf so besonders gut Graben kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)