9. August 2012
Messergebnisse aus dem Archiv können in die Irre führen. Deshalb haben Forscher aus Bremen, Kiel und dem kanadischen Halifax alte und neue Messmethoden für Stickstoff im Meerwasser verglichen - und stießen dabei auf Abweichungen von bis zu 600 Prozent. In ihrer Studie im Fachmagazin "Nature" beschreiben sie, wie Stickstoffwerte im Ozean künftig wesentlich präziser bestimmt werden können.
Die Analyse von Stickstoffwerten ist besonders wichtig, um die weitere Entwicklung des Weltklimas prognostizieren zu können. Nach alter Messmethode ergab sich, dass etwa ebensoviel Stickstoff vom Ozean gebunden wird, wie das Meer auch wieder abgibt. Die neue Methode zeigt dagegen, dass wesentlich mehr freigesetzt als gebunden wird.
Außerdem erläutern die Forscher in ihrem Artikel, welchen Einfluss Mikroorganismen auf den Stickstoffgehalt von Wasserproben haben - je nachdem, ob diese eher knapp unter der Oberfläche oder in tieferen Wasserschichten leben. Dieses Phänomen sei bislang unterschätzt worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)