10. August 2012

Neuer Computer-Virus späht Bankgeschäfte aus

Die Macher von Stuxnet haben wieder zugeschlagen. Davon geht das IT-Sicherheitsunternehmen "Kaspersky Lab" aus. Es hat im Nahen Osten einen neuen Computervirus entdeckt, der Finanztransaktionen, E-Mail-Konten und Online-Netzwerke ausspähen kann. Die Computerspezialisten der Firma tauften ihn auf den Namen "Gauss" und erklärten, dass er "mit hoher Wahrscheinlichkeit" in denselben Labors entstanden sei, aus denen auch der Computerwurm "Stuxnet" stamme. Von diesem wird allgemein angenommen, dass er von den USA und von Israel zur Sabotage des iranischen Atomprogramms genutzt wurde. Die US-Regierung lehnt es ab, sich dazu zu äußern, ob sie hinter "Stuxnet" steckt.

Der neue Virus besteht "Kaspersky Lab" zufolge aus Modulen, denen seine Entwickler intern Namen gegeben hatten, die an Philosophen und Mathematiker wie Carl Friedrich Gauß erinnern. Das größte dieser Module heiße "Gauss", deshalb habe man auch dem Virus diesen Namen gegeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)