10. August 2012
Der Tag hat 24 Stunden. Diese unabänderliche Tatsache ist nach Ansicht des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa für viele Menschen ein Problem. Alle möglichen Dinge ließen sich steigern und vermehren, sagte der Wissenschaftler im dapd-Interview. Die Zahl der Handlungsoptionen und Kontakte sei gewachsen, aber man habe nicht ausreichend Zeit dafür. Und so habe man am Ende eines Tages so gut wie nie das geschafft, was man sich vorgenommen habe.
Für Rosa erklärt sich damit auch, warum mittlerweile viele Menschen in der westlichen Welt Rückständigkeit für etwas reizvolles halten. Ein Bergdorf ohne Handy, Internet und Fernsehen hätte früher Armut und Entbehrung bedeutet, heute sei es Luxus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)