10. August 2012

Kritik an Olympia-Berichterstattung der BBC

Das nennt man wohl Nabelschau. Die britische "BBC" muss sich für ihre Olympia-Berichterstattung aus London rechtfertigen. Kritikern ist sie zu sehr auf die Erfolge des eigenen Teams konzentriert. US-Journalisten sollen die Berichterstattung als "empörend" bezeichnet haben. So wurden offenbar Medaillengewinner anderer Länder nicht genannt, wenn Athleten des britischen Teams auf dem Treppchen standen.

Heute wurde eine E-Mail der "BBC"-Nachrichtenchefin öffentlich. Darin schreibt sie nach Medienberichten, der Senderchef sei zunehmend unglücklich mit dem Ton der Berichte. Es werde sich bei weitem zu stark auf die Erfolge des eigenen Teams konzentriert. Die "BBC"-Pressestelle relativierte das später: Die Aussagen seien fehlinterpretiert worden. Senderchef Mark Thompson ließ sich so zitieren: Es sei richtig gewesen, sich auf sportliche Erfolge zu fokussieren, die das ganze Land gefeiert habe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)