13. August 2012
Das Elbehochwasser vor zehn Jahren hätte Deutschland noch viel schlimmer treffen können. Zu diesem Ergebnis kommen Mitarbeiter der Bundesanstalt für Gewässerkunde und des tschechischen Masaryk-Instituts für Wasserforschung. Sie haben für ein Gutachten untersucht, wie sich tschechische Talsperren auf Hochwasser der Elbe in Deutschland auswirken.
Demnach konnten während der höchsten Wasserstände im August 2002 160 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden - durch den gesteuerten Einsatz der tschechischen Talsperren an der Moldau. Dadurch seien nicht nur die Scheitelwasserstände in Prag, sondern auch in Dresden, Magdeburg und anderen Städten reduziert worden. Ohne diese Maßnahmen wäre das Wasser in Dresden um 72 Zentimeter höher angestiegen und hätte somit die Zehn-Meter-Marke überschritten, so die Gutachter.
Am 17. August 2002 hatte der Wasserstand in Dresden 9,40 Meter erreicht. Damals waren Teile der barocken Altstadt mit dem Zwinger-Innenhof überschwemmt worden. Insgesamt verursachte das Hochwasser in Deutschland Schäden in Höhe von acht bis neun Milliarden Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)