14. August 2012

Süßwasser lässt Tropenstürme stärker werden

In Amerika heißt der Tropensturm Hurrikan, im Nordpazifik Taifun und im Indischen Ozean Zyklon.

Um einzuschätzen, welche Stärke und damit welches Zerstörungspotential die Stürme haben, sind die Meteorologen auf exakte Rechenmodelle angewiesen. Wissenschaftler der Universität von Texas liefern jetzt einen Beitrag dazu. Sie haben verschiedene Tropenstürme zwischen 1998 und 2007 analysiert und kommen zu dem Schluss, dass Süßwasser ein bisher unterschätzter Faktor ist. Demnach können die Stürme bis zu 50 Prozent stärker werden, wenn sie über Süßwasserflächen ziehen. Die Wissenschaftler raten deshalb dazu, nicht nur die Temperaturen in die Rechenmodelle einzubeziehen, sondern auch zu prüfen, wie sich der Salzgehalt in den Gewässern unter dem Sturm zusammensetzt.

Das betreffe beispielsweise die Gegenden, wo der Amazonas in den Atlantik fließt, der Ganges in den Indischen Ozean oder der Mississippi in den Golf von Mexiko.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)