14. August 2012

Mikrowellenstrahlung verändert laut Studie nicht die Struktur von Proteinen

Es ist umstritten, ob die Strahlung von Handys oder Mikrowellen gesundheitsgefährdend ist. Forscher der Karl-Franzens-Universität Graz haben nun nachgewiesen, dass niederenergetische elektromagnetische Strahlung zumindest die Struktur von Proteinen nicht verändert. Kritiker behaupten das immer wieder.

In mehreren Experimenten setzten die Forscher Proteine einer Hitze von genau 50 Grad Celsius aus - einmal in der Mikrowelle und einmal im Ölbad. Dabei zeigte sich, dass es zwischen den beiden Verfahren keine messbaren Unterschiede bei den Auswirkungen auf die Proteinstruktur gab.

Gegenteilige Ergebnisse vorhergehender Versuche führen die Forscher auf Messfehler zurück. Es sei extrem schwierig, die Temperatur in der Mikrowelle exakt festzustllen. Sie verwendeten dazu nach eigenen Angaben einen Mikrowellen-Reaktor, bei dem eine eingebaute Temperatursonde eine störungsfreie, hoch präzise Messung garantiert. Die Studie ist im Fachmagazin "Journal of Proteomics" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)