15. August 2012

Internet-Adresszusätze: Saudi-Arabien legt Widerspruch ein

Das ist nicht nach dem Geschmack der Scheiche. Saudi-Arabien hat Widerspruch gegen die Zulassung neuer Internet-Adresszusätze wie .sex und .porn eingelegt. Dem britischen Technologie-Magazin "The Register" zufolge hat die saudische Kommission für Kommunikations- und Informationstechnologie erklärt, Nutzer könnten derartige Endungen aus religiösen und/oder kulturellen Gründen als anstößig empfinden.

Seit Mitte Juni waren bei der internationalen Vergabeorganisation für Top-Level-Domains, ICANN, mehr als 6.000 Einwände gegen beantragte Adress-Endungen eingegangen. Rund 800 bezogen sich auf .sex, .porn und .adult.

Zu den beanstandeten Kennungen gehören laut dem Bericht auch solche, die auf potenziell unmoralische Angebote hinweisen könnten, etwa .hot, .baby, .dating und .gay, aber auch Endungen wie .catholic, .bible, .islam und .halal. Gegen .islam hat die saudische Kommission laut Zeitung eingewandt, der gewerbliche Antragsteller vertrete nicht die muslimische Gemeinschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)