15. August 2012
Frei von Gentechnik - in Deutschland trifft das auf die meisten Lebens- und Futtermittel und auch auf das Saatgut zu. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Demnach wurden bei entsprechenden Kontrollen in den vergangenen Jahren nur vergleichsweise selten Spuren nicht zugelassener Genpflanzen gefunden: 2011 und 2008 elf Mal, 2010 17 Mal. Nur 2009 wurden ungewöhnlich viele Fälle registriert: 60 Mal entdeckten Kontrolleure Spuren von nicht zugelassener Gentechnik. Laut Bundesregierung waren die Quellen der Verunreinigungen meistens entweder Genreis aus China, Genleinsamen aus Kanada oder Genpapayas aus Thailand und den USA.
In der EU gilt für Saatgut und Lebensmittel eine Nulltoleranz. Werden Spuren nicht zugelassener Genpflanzen in ihnen entdeckt, müssen sie vernichtet werden. Bei Futtermitteln sind dagegen unter bestimmten Voraussetzungen Verunreinigungen von bis zu 0,1 Prozent erlaubt.
Zugelassen sind in der EU bislang nur wenige Produkte wie Maisstärke, Sojaöl und Zucker, die dann als Gentechnik gekennzeichnet werden müssen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)