15. August 2012
Großbritannien gilt traditionell als EU-skeptisch. Der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch analysiert diese Haltung in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er sieht darin nicht unbedingt ein Beharren der Briten auf ihrer nationalen Souveranität. Stattdessen, meint Crouch, versuchten die Briten, ein Stück der Marktdominanz der USA abzukommen - wenn auch wenig erfolgreich.
Der Wissenschaftler glaubt, sein Land sei mit seiner Anti-EU-Haltung auf dem falschen Kurs. Denn Großbritannien verpasse so die Chance, die EU aktiv mitzugestalten. Die könne schließlich ein alternatives System zu den USA werden. Das thematisierten britische Politiker aber zu wenig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)