15. August 2012
Atomkraftgegner in Niedersachsen werfen dem Land unzureichende Katastrophenschutzpläne vor.
Eine Bürgerinitiative sagte in Hannover, die einzelnen Pläne der Landkreise als Reaktion auf eine Reaktorkatastrophe seien nicht aufeinander abgestimmt und unzureichend. Einige Landkreise hätten keine Idee, wie Schulen oder Kindergärten über einen GAU informiert werden sollten. Das niedersächsische Innenministerium wies die Kritik zurück.
Die Atomkraftgegner in Niedersachsen wollen auch einen größeren Evakuierungsradius bei Atomunfällen - und zwar 170 statt nur 10 Kilometern. Das würde bedeuten, dass fast das ganze Land Niedersachsen und große Teile von Nordrhein-Westfalen und eventuell auch den Niederlanden evakuiert werden müssten.
In Niedersachsen sind derzeit noch zwei Atomkraftwerke in Betrieb: Das Atomkraftwerk Grohnde im Weserbergland und das in Lingen im Emsland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)