16. August 2012
Mutierte Gene können Leben retten. Ein deutsch-afrikanisches Wissenschaftlerteam hat entdeckt, dass mutierte Gene vor schweren Verläufen der Tropenkrankheit Malaria schützen können. Die Forscher vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut machten zwei dieser Genvarianten aus. Sie schreiben im Fachmagazin "Nature", das eine Gen stehe für ein Molekül, das sogenannte Kalziumkanäle in den roten Blutkörperchen steuere. Die Konzentration von Kalzium sei wichtig für das Überleben der Parasiten. Das zweite sei ein Protein, dass sich auf den Zusammenhalt von Zellen an Gefäßwänden auswirke.
Malaria wird von Mücken übertragen, die Parasiten in die menschliche Blutbahn einschleusen. Kranke haben Fieber, Durchfall und Krämpfe. Im schlimmsten Fall kann die Tropenkrankheit auch tödlich ausgehen. Die Forscher hoffen, durch den Fund neue Medikamente gegen Malaria entwickeln zu können.
Es sind bereits einige Genmutationen bekannt, die Menschen gegen Malaria resistent machen. Dazu gehören Blutkrankheiten wie die Sichelzellenanämie oder die Zugehörigkeit zur Blutgruppe Null.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)