16. August 2012
Noch ist Hilfe zum Selbstmord in Deutschland straffrei. Doch im Koalitionsvertrag steht: Die "gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung" soll verboten werden.
Das richtet sich vor allem gegen die Schweizer Organisation "Dignitas", die auch Deutschen beim Sterben hilft. Ihr Chef, Ludwig Minelli, zeigte sich im Interview mit der "Tageszeitung" gelassen. Die Diskussion in Deutschland sei Werbung für "Dignitas". Er betonte, die Organisation leiste vor allem Lebenshilfe. Seine Mitarbeiter fänden mit vielen Interessierten im Gespräch eine Lösung für die Probleme. Von denen höre er dann nie wieder etwas.
Wer sich aber doch für den Freitod entscheide, auf den kämen Kosten in Höhe von mehr als 9.000 Euro zu, inklusive Arztkosten und Bestattung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)