16. August 2012

Bei Erdrutschen kommen viel mehr Menschen um als gedacht

Erdrutsche sollten als ernstzunehmende globale Gefahr eingestuft werden. Dafür plädiert David Petley, Autor einer Studie der englischen University of Durham. Petley hat errechnet, dass wahrscheinlich zehn Mal mehr Menschen bei Erdrutschen umkommen als bislang angenommen. Für den Zeitraum von 2004 bis 2010 hat er eine Opferzahl von mehr als 32.000 ermittelt, die meisten davon in Asien. In früheren Erhebungen waren es nur 3.000 bis 7.000. Petley hat seine Daten von Regierungen, Hilfsorganisationen und Forschern. Der Unterschied in den Zahlen liege etwa daran, dass oft nur Ereignisse mit mindestens zehn Toten erfasst würden. Viele Menschen stürben aber bei kleineren Erdrutschen und würden nicht mitgezählt. Der bedeutendste Auslöser von Erdrutschen sei der Monsunregen. Daher liege die Zahl der Opfer zwischen Mai und Oktober immer besonders hoch.

Hier geht's zum Bericht der "BBC".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)