16. August 2012

Umstrittener Feiertag: Khamenei ruft zu Teilnahme am "Al-Quds-Tag" auf

Der geistliche Führer des Iran - Ayatollah Khamenei - wünscht sich, dass viele Landsleute morgen den umstrittenen "Al-Quds-Tag" feiern. Das ist ein gesetzlicher Feiertag im Iran, benannt nach dem arabischen Wort für Jerusalem. Staatsgründer Ruhollah Khomeini hatte einst verfügt, dass der letzte Freitag im Fastenmonat Ramadan der Solidarität mit den Palästinensern gewidmet sein soll. Sein Nachfolger Khamenei sagte nun vor Kriegsveteranen, wenn viele Iraner morgen an den geplanten Demonstrationen teilnähmen, wäre das eine kraftvolle Antwort an die Feinde des Islam. Es sei die religiöse Pflicht aller Muslime, Palästina aus dem Zugriff Israels zu befreien. Der "Al-Quds-Tag" sorgt auch in Deutschland jedes Jahr für Demonstrationen und Gegen-Kundgebungen. Der Berliner Bischof Markus Dröge sagte der "B.Z.", die anti-israelische Al-Quds-Demonstration stehe in krassem Widerspruch zu einem friedlichen Zusammenleben der Religionen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)