17. August 2012
Für die Ärzte an der Berliner Charité war es eine Premiere. Sie waren die ersten, die in Europa einen sogenannten Zungenschrittmacher implantiert haben. Das Gerät soll Patienten helfen, die unter Schlafapnoe leiden. Dabei kommt es nachts zu Atemaussetzern. Das kann lebensgefährlich sein.
Ein Zungenschrittmacher ist etwas kleiner als eine Streichholzschachtel. Er wird nicht unter die Zunge, sondern unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Dort sorgt er dafür, dass die Zungenmuskulatur im Schlaf nicht völlig erschlafft und die Atemwege frei bleiben.
Bislang bekamen Patienten mit Schlafapnoe nachts eine Beatmungsmaske aufgesetzt. Die ist allerdings viel unbequemer als der Zungenschrittmacher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)