17. August 2012

Chodorkowskij: Prozess gegen "Pussy Riot" ist politische Verfolgung

Nur ein Freispruch wäre gerecht. Das ist die Meinung ehemaligen Yukos-Chefs Michail Chodorkowskij zum Fall "Pussy Riot". Der "Süddeutschen Zeitung" sagte der seit 2003 inhaftierte Putin-Kritiker, der Prozess gegen die weibliche Punkband sei ohne Zweifel politische Verfolgung.

"Pussy Riot" war im Februar, zwei Wochen vor der russischen Präsidentschaftswahl, in einer Moskauer Kathedrale aufgetreten: Dabei hatten die Musikerinnen die Gottesmutter angefleht, Russland von Wladimir Putin zu erlösen.

Das Urteil in dem Prozess wird heute erwartet. Den Mitgliedern von "Pussy Riot" drohen jetzt wegen Rowdytums jeweils sieben Jahre Haft. Chodorkowskij ist überzeugt, dass das Gericht nur ein Urteil bestätigen wird, das anderswo geschrieben wurde - in der Staatsanwaltschaft oder von irgendeiner anderen staatlichen Instanz. Ein russisches Gericht sei Teil der Machtvertikale.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)