17. August 2012

Akuter Stress kann Gen-Aktivierung verändern

Wenn wir gestresst sind, merkt das auch unser Erbgut. Denn Stress beeinflusst, welche Gene in unserem Körper aktiv werden. Und das gilt nicht nur für lange andauernde Belastungen. Auch kurzer Stress kann dazu führen, dass bestimmte Gene in ihrer Aktivität gebremst oder verstärkt werden.

In einem Experiment haben Wissenschaftler der Universität Bochum diesen Vorgang nun untersucht. Sie setzten Probanden einem Stresstest aus. Mit Blutproben untersuchten sie, wie sich das auf die Aktivität der Gene auswirkte. In einer Studie schreiben sie, selbst die akuten Belastungen hätten messbare Veränderungen gebracht. Diese Veränderungen seien womöglich ein wichtiger Ansatz um zu erklären, warum einige Menschen Erkrankungen wie Depression oder Krebs entwickeln.

Ähnliche Untersuchungen hatte es bereits für langfristigen Stress gegeben. Darin hatten Wissenschaftler unter anderem belegt, dass eine traumatische Kindheit die Lebenserwartung von Betroffenen deutlich senkt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)