18. August 2012

Mont-Blanc-Massiv: Wasserhöhle bedroht Menschen im Tal

Im französischen Mont-Blanc-Massiv ist ein Teil eines Gletschers abgebrochen. Nach Angaben der staatlichen Forstbehörde ist durch die große Hitze ein etwa zwei Quadratmeter großes Loch entstanden. Darunter sei eine Wasserhöhle zu sehen. Die Experten vermuten, dass sie mit einer anderen Gletscherhöhle verbunden ist. Darin waren vor zwei Jahren 65.000 Kubikmeter Wasser entdeckt worden, die drohten, ein Tal zu überfluten. Seitdem wird regelmäßig Wasser abgepumpt.

Der Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais schlug vor, eine dauerhafte Leitung für das Schmelzwasser zu bohren. Das würde sechs bis acht Millionen Euro kosten. Für das Abpumpen werden jährlich 500.000 Euro fällig. Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde vor einem Aufbrechen der Höhle gewarnt. Binnen einer halben Stunde könnten dann knapp 900 Familien im Tal in Lebensgefahr sein. Bei einer ähnlichen Katastrophe vor 120 Jahren waren dort 175 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)