20. August 2012
Die Ehefrau des entmachteten chinesischen Politikers Bo Xilai ist zu einer sogenannten bedingten Todesstrafe verurteilt worden. Sie wird gewöhnlich nach einigen Jahren in eine lebenslängliche Haft umgewandelt. Gu Kailai war wegen Mordes angeklagt und hatte gestanden.
Ein Blick in die Geschichte der Todesstrafe zeigt: Meistens wird sie aufgrund von Mordanklagen verhängt, in manchen Ländern reichen aber auch schon andere Tatbestände aus. In Saudi-Arabien etwa gibt es die Todesstrafe für Bankraub, Zuhälterei oder auch Hexerei. Ebenfalls in Saudi-Arabien, aber auch im Jemen, Iran, Sudan und Mauretanien kann Homosexualität ein Grund für die Todesstrafe sein. Im Irak des Saddam Hussein konnte Beamtenbeleidigung ausreichen.
Derzeit wird in 57 Staaten die Todesstrafe praktiziert. Trauriger Spitzenreiter ist China. Dort werden Schätzungen zufolge bis zu 5000 Menschen pro Jahr hingerichtet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)