20. August 2012

Hiroshima und Nagasaki: Kinder später besonders anfällig für Schilddrüsenkrebs

Als die USA vor 67 Jahren Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abwarfen, starben zehntausende Menschen sofort. Doch auch für die Überlebenden war die Gefahr nicht gebannt. Vor allem bei Kindern führte die Strahlenbelastung später vermehrt zu Schilddrüsenkrebs. Das hat eine US-Studie am Nationalen Krebsinstitut in Bethesda, Maryland, ergeben. 36 Prozent der untersuchten Fälle ließen sich demnach auf die Atombomben zurückführen. Bei Erwachsenen waren es deutlich weniger.

Die Wissenschaftler erklären das damit, dass die Schilddrüse in einem noch wachsenden Körper besonders aktiv sei. Sie steuert unter anderem den Stoffwechsel eines Menschen.

Strittig ist noch, ob nun auch Kinder, die Fukushima überlebten, Schilddrüsenkrebs befürchten müssen. John Boice von der Vanderbilt Universität in Nashville, Texas, hält das Risiko für gering. Die Strahlendosis nach dem Reaktorunglück in Japan sei relativ gering gewesen.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.27749/abstract;jsessionid=781E6ED234991A96D870D22EA305A33B.d03t02

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)