20. August 2012
Mit dem Sommer kommen die Waldbrände - und mit ihnen eine hitzige Debatte darüber, ob die Feuer Folgen des Klimawandels sind. Der dänische Autor Bjørn Lomborg kritisiert diese Debatte in der Zeitung "Die Welt" als irreführend. Viele Artikel, auch in renommierten Blättern wie der "New York Times", im "Economist" und im "Guardian", basierten auf falschen Tatsachen. Die Intensität der Brände habe weltweit eher ab- als zugenommen und liege inzwischen wieder auf vorindustriellem Niveau - unter anderem weil es bessere Methoden zur Brandbekämpfung gebe und die Vegetationsdichte gesunken sei.
Die aktuelle Dürre im Mittleren Westen der USA ist nach Lomborgs Worten ebensowenig der Erderwärmung geschuldet. Klimamodelle zeigten, dass ein solcher Zusammenhang wenn überhaupt, dann frühestens 2048 erkennbar wäre. Und für den Anstieg der Maispreise macht er die Produktion von Biosprit verantwortlich.
Lomborg, der das Copenhagen Consensus Center leitet, nennt die Debatte über die Folgen der Erderwärmung "Politik durch Panik". Sie bringe Schlagzeilen und nütze daher nur den Medien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)