20. August 2012

Gasboom in den USA lässt Nuklearindustrie in die Röhre gucken

Nach dem Atomausstieg in Deutschland hat die Nuklearindustrie hoffnungsvoll in Richtung USA geschaut - und wird jetzt enttäuscht. Statt großer Atomkraftwerke werden dort jetzt zahlreiche kleinere Gaskraftwerke gebaut. Als Grund nennen die US-Stromkonzerne neue Fördermöglichkeiten und den billigen Gaspreis. Ursprünglich seien 30 neue AKW in den USA geplant gewesen. Das Nuclear Energy Institute schätzt, dass höchstens fünf davon realisiert würden.

Die Umwelt dürfte von dieser Entwicklung kaum profitieren. Bei vielen Bohrungen wird mittlerweile das umstrittene Fracking angewandt. Dabei wird Schiefergas mit Zusatzstoffen aus Tongestein geholt. Dabei kann das Grundwasser verunreinigt werden. Die benutzten Chemikalien gelten als krebserregend.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)