21. August 2012
Vor genau 820 Jahren begann in Japan die Herrschaft der Shogune. Das waren mächtige Kriegsherren, die das Schicksal des Landes bis ins 19. Jahrhundert hinein bestimmten. Alles begann 1192, als der damalige Kaiser den Samurai-Krieger Yoritomo Minamoto zum Shogun, also Kronfeldherrn, ernannte. Die Titel waren erblich und die Kaiser wurden zu Marionetten der Shogune.
Seit dem 17. Jahrhundert regierten die Feldherren Japan mit eiserner Hand von Edo aus, dem heutigen Tokio. Um ihre Macht zu sichern, verboten sie das Christentum und schotteten Japan vor europäischen Einflüssen ab. Die Gesellschaft war in vier Stände geordnet: Kaufleute, Handwerker, Bauern und die Schwert tragenden Samurai, dazu zählten neben Staatsbediensteten Priester, Gelehrte, Ärzte und Künstler. Der letzte Shogun trat 1867 zurück, erst dann schloss Japan Verträge mit dem Ausland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)