21. August 2012
Der Musikstil "Reggaeton" hat längst die Latino-Welt erobert, aber in Mexiko-Stadt mehrt sich der Protest dagegen. Die Fans der aufreizenden Songs werden dort häufig als Kriminelle oder Drogensüchtige angesehen. Die Zeitung "Reforma" titelte kürzlich, ganze Stadtviertel hätten Angst vor den "Reggaetoneros". Die Debatte begann, als es im Stadtteil Zona Rosa nach einem abgesagten Konzert zu Ausschreitungen kam. Anhänger der Musikrichtung beschädigten Autos und besetzten für kurze Zeit ein Einkaufszentrum.
Die Nachrichtenagentur Reuters vergleicht das schlechte Image des "Reggaetons" mit dem Ruf anderer Musikrichtungen, wie Rock oder Punk. Für den mexikanischen Musikwissenschaftler Gonzalo Camacho hingegen zeigten die Fans nur ihre Ablehnung einer Stadt, die sie selbst ablehne.
"Reggaeton" verbreitete sich vor etwa zehn Jahren von Panama und Puerto Rico aus. Der Stil kann als eine Mischung von Reggae und Hip Hop mit Latino-Einflüssen beschrieben werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)