21. August 2012
Potenziell schädliche Teilchen aus Sonnencremes und Rußfiltern landen offenbar zum Teil auf unseren Tellern. Eine internationale Forschergruppe hat festgestellt, dass Nanopartikel über Abgase, Abwässer und Klärschlamm immer häufiger in den Boden gelangen. Darüber nähmen Pflanzen die Stoffe auf, die sich in Blättern, Früchten und Wurzeln anreicherten. Über Gemüse gelangten die Teilchen dann in unser Essen.
Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin "PNAS" über Aufzucht-Versuche mit Sojabohnen auf Boden, der Nanopartikel enthielt. Sie kritisieren, dass diese potenziell schädlichen Teilchen weder systematisch überwacht noch reguliert würden. Nanopartikel könnten aber über einen längeren Zeitraum Auswirkungen sowohl auf die Pflanzen als auch auf die Gesundheit der Menschen haben. Die Teilchen werden unter anderem in Katalysatoren und Dieselrußfiltern von Autos eingesetzt, andere sind in Sonnencremes und Kosmetika enthalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)