21. August 2012
Das frühere Jugoslawien hatte eines der weltweit besten Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft - heute sei es allerdings schwächer. Das sagte ein Vertreter der Weltbank anlässlich einer Hitzewelle, die die Ernte auf dem Balkan bedroht. In Bosnien wurden Bodentemperaturen von 47 Grad gemessen, in Kroatien fallen nur zehn Prozent des üblichen Regens. Agrarfachleute meinen, die derzeitige Dürre falle zwar besonders stark aus. Aber insgesamt gebe es im ehemaligen Jugoslawien keine gute Landwirtschaftspolitik. Die Regierungen erklärten, wegen der Wirtschaftskrise gebe es kein Geld für die Entwicklung moderner Methoden.
Serbien und Kroatien rechnen wegen der Hitzewelle mit Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent und auch mit Problemen beim Viehfutter. In einigen Balkan-Ländern wurden inzwischen schon Rufe laut, die Versorgung mit Exportverboten für Getreide zu sichern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)