21. August 2012

WWF warnt: Gentechnik landet über Futter von Mastvieh unbemerkt auf dem Teller

In der EU ist der Anbau von Gen-Soja verboten - wenn damit aber Tiere gefüttert werden, muss das nicht einmal gekennzeichnet werden. Diese Regelung hält die Umweltschutzorganisation WWF für unsinnig. Und findet, die fehlende Kennzeichnung täusche den Verbraucher. Denn nahezu alle Hühner und Schweine aus konventioneller Haltung würden mit Gen-Soja gefüttert. Die Organisation fordert deswegen eine Gen-Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte, vom Schnitzel bis hin zu Eiernudeln. Außerdem appellierte sie an die Landwirte, einheimisches Futter oder gentechnikfreies Soja zu verwenden. Das sei nur geringfügig teurer. Und wenn die Landwirte mehr genfreies Soja auf dem Weltmarkt nachfragten, werde davon auch wieder mehr produziert.

Soja wird wegen seines hohen Eiweiß-Gehaltes als Tierfutter eingesetzt. Es wird vor allem aus den USA, Argentinien und Brasilien importiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)