21. August 2012
Ein neuer Fund in Schweden verändert die Sicht auf die Wikingerzeit. Archäologen haben jetzt entdeckt, dass die Siedlung Birka damals deutlich größer war als bis jetzt angenommen. Bei Ausgrabungen auf dem Grund eines Sees sind sie auf einen bisher unbekannten Stadtteil gestoßen, der auf dem Wasser errichtet worden sei. Nach Angaben der Forscher revolutioniert das das Bild der Wikinger-Siedlung. Es mache deutlich, dass Birka ein noch wichtigerer Handelsplatz gewesen sei als angenommen. Durch die Entdeckung vergrößert sich die Fläche der Siedlung um rund 30 Prozent. Die Wissenschaftler zeigten sich überrascht, dass die Menschen damals schon so tief im Wasser Fundamente errichten konnten. Birka war eine Vorläufersiedlung von Stockholm und wurde Ende des 8. Jahrhunderts angelegt. Damals war Birka einer der wichtigsten Handelsplätze in Nordeuropa. 1993 wurde die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)