21. August 2012
Einen Perspektivenwechsel hin zu einer globalen Weltgeschichte. Den fordert der Althistoriker Robert Rollinger von der Universität Innsbruck. Er erklärt, das abendländische Bild vom Aufstieg des Perserreichs und den Perserkriegen im frühen 5. Jahrhundert vor Christus sei stark von den Berichten des antiken Geschichtsschreibers Herodot geprägt. Bei dessen Schilderungen handle es sich aber um einen Blick von außen. Er vergleiche dessen Berichte deshalb mit altorientalischen Quellen, um den Blick aus dem Westen zu relativieren. Nur mit einem Perspektivenwechsel lassen sich laut Rollinger Verbindungen herstellen und die durchgängigen Linien sehen. Das sei der erste Schritt zu einer globalen Geschichtsschreibung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)