22. August 2012
Die richtige Aussprache von Wörtern ist eine komplexe Leistung des Gehirns. Wissenschaftler aus Israel und den USA haben untersucht, welche Nervenzellen dafür zuständig sind, Vokale zu artikulieren. Wie sie im Fachmagazin "Nature Communications" schreiben, konnten sie zwei verschiedene Areale im Hirn ausmachen. Dabei entdeckten die Forscher, dass die Zellen sozusagen nach sprachwissenschaftlichen Prinzipien angeordnet sind: Verwandte Vokale werden auch von benachbarten Zellen erzeugt.
Die Wissenschaftler wollen ihre Erkenntnisse nutzen, um Sprachhilfsysteme für Menschen zu entwickeln, die zum Beispiel durch einen Unfall stumm wurden. Dabei soll eine Maschine am Gehirn ablesen, welche Laute der Mensch erzeugen will.
Für die Studie wurden elf Epilepsiepatienten untersucht, die sich dünne Elektroden implantieren ließen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)