22. August 2012
NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sieht es als "Signal für die Integration der Muslime in Deutschland". Andere kritisieren es als rechtlich wackliges Provisorium. In Nordrhein-Westfalen startet heute der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht. Zunächst nur an 44 von mehr als 3.000 Grundschulen und bisher noch ohne Lehrplan - doch der soll bis nächsten Sommer stehen. Auch speziell ausgebildete Lehrer fehlen noch. Nun springen erst einmal Vertreter des früheren NRW-Fachs Islamkunde ein - das war jedoch weltanschaulich neutral, so dass keine Glaubensinhalte vermittelt wurden.
Die "Tageszeitung" hat das NRW-Modell mit anderen Ansätzen für Islam-Unterricht verglichen. Gemeinsames Problem sei die Frage, wer die Muslime in Deutschland repräsentiere und daher das Recht habe, den Religionsunterricht zu verantworten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)