22. August 2012
In ostdeutschen Bundesländern und Bayern haben Krebsregister Tradition, im Westen sollen sie es jetzt werden. Das Bundeskabinett hat dazu einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Ziel ist es, Krebserkrankungen früher zu erkennen und besser zu behandeln.
In Krebsregistern werden Daten von Patienten zu Diagnose, Behandlung, Nachsorge und Rückfällen gesammelt. Bisher geschieht das nicht überall und auch nicht nach einheitlichen Standards. Das soll sich ändern und dadurch einen Vergleich möglich machen: Welche Therapie verspricht den größten Erfolg? Welcher Operation sollte man einen Patienten besser nicht unterziehen? In der Vergangenheit hat sich durch den Vergleich von Daten zum Beispiel gezeigt, dass bei Brustkrebs gar nicht alle Lymphknoten entfernt werden müssen.
Spätestens in sechs Jahren sollen die einheitlichen Krebsregister greifen. Die Bundesregierung verspricht sich davon unter anderem eine bessere Behandlung von Krebskranken in bislang weniger erfolgreichen Kliniken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)