22. August 2012

Wissenschaftler und Instrumentenbauer entwerfen "Super-Fagott"

Unter Musikern wird oft über das Fagott gesagt, dass es voller akustischer Kompromisse ist, weil man es nicht wirklich laut oder leise spielen kann.

Nun haben Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden und Instrumentenbauer gemeinsam das sogenannte "Harmonie-Fagott" konstruiert. Es sei klangstark genug, um auch in einem Blasorchester mithalten zu können, teilte die Hochschule mit. Der Prototyp verfüge über eine Anblasvorrichtung mit mikrometergenau positionierbaren künstlichen Lippen. Dies mache es möglich, Fagotte unter vergleichbaren Bedingungen zu spielen und dabei Blasdruck, Luftmenge und Lippenkraft am Mundstück zu messen. Die von der Universität durchgeführten Messungen am Mundstück zeigten nun erstmals, welche individuellen Korrekturen notwendig seien, um jeden Ton in der gewünschten Lautstärke exakt zu treffen.

Beim Fagott ist die Stimmung der Töne nur grob durch die Tonlöcher vorgegeben. Jeder einzelne Ton muss durch den Druck der Lippen auf das Mundstück etwas verbogen werden, damit die klingende Frequenz exakt stimmt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)