23. August 2012
Den eigenen Körper können Magersüchtige nicht richtig einschätzen, wohl aber den anderer Menschen. Das berichten Forscher der Universitätsklinik im französischen Lille imFachjournal "Plos One". Und sie haben auch eine Idee, was der Grund für diese unterschiedliche Wahrnehmung sein könnte. Demnach speichert das zentrale Nervensystem das neue abgemagerte Erscheinungsbild des eigenen Körpers nicht sofort ab. Deshalb seien Patienten der Meinung, immer noch so viel zu wiegen wie vor dem Gewichtsverlust.
Der Unterschied in der Einschätzung zeigte sich in einer Studie mit einer türähnlichen Öffnung. Magersuchtpatienten sollten sagen, ob sie selbst oder ein gesunder Mensch durch die Öffnung hindurch passen. Bei anderen Menschen lagen sie meist richtig. Ihren eigenen Körper fanden sie hingegen zu dick, um durch die Öffnung zu gehen - obwohl genug Platz gewesen wäre.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)