23. August 2012

Ältere Väter geben ihren Kindern mehr Erbgutfehler weiter

Alte Väter können ihre Kinder krank machen. Nach Forschungen eines dänisch-isländischen Teams hinterlässt das Alter des Vaters im Erbgut eines Kindes mehr Spuren als bisher angenommen. Je älter der Mann bei der Zeugung ist, desto mehr Mutationen gibt er weiter. Pro zusätzlichem Lebensjahr seien es im Schnitt zwei Mutationen. Die Kinder könnten dadurch ein erhöhtes Risiko etwa für Autismus und Schizophrenie bekommen.

Das Erbgut von Kindern weist im Vergleich zu dem der Eltern immer Mutationen auf. Schätzungen zufolge sind etwa 90 Prozent davon unproblematisch oder positiv, die restlichen zehn Prozent gelten als schädlich. Das Alter der Mutter spielt den Forschern zufolge keine Rolle. Als Grund vermuten sie, dass die Eizellen der Frau sich nicht verändern, während männliche Samenzellen fortlaufend produziert werden und deswegen öfter mutieren.

Die Studie von Augustine Kong vom isländischen Pharmaunternehmen "deCODE Genetics" in Reykjavik und seinen Kollegen findet sich im Fachmagazin "Nature".

doi: 10.1038/nature1139

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)