24. August 2012
Ohne Ticket gibt's ein Knöllchen. Diese Regelung für Parkplätze gilt seit einem Jahr auch für Prostituierte in Bonn. Dort müssen Straßenarbeiterinnen für sechs Euro pro Nacht an einem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen. Der Sexsteuerautomat bescherte der Stadt nach einer Jahresbilanz bisher rund 35.000 Euro.
Die neue Idee hatte voriges Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Eine Sexsteuer gibt es in Bonn schon seit Anfang 2011, allerdings war es schwierig, sie auf dem Straßenstrich einzuziehen. Seit einem Jahr machen Kontrolleure die Runde und überprüfen, ob jede der im Schnitt 15 Prostituierten pro Nacht ein Ticket hat. Abos gibt es nicht. Seitdem sind laut Stadt Bonn erst 27-mal Strafen verhängt worden. Für das Geschäft fahren die Frauen mit ihren Freiern auf ein anliegendes sogenanntes Verrichtungsgelände.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)