24. August 2012

Kanada lässt in Arktis nach verschollenen Schiffen des Entdeckers Franklin suchen

Es ist eine späte Rettungsaktion in der Arktis.

Mehr als 160 Jahre nach seinem Verschwinden sucht Kanada nach Spuren des britischen Entdeckers John Franklin. Er war 1845 in Großbritannien mit zwei Forschungsschiffen aufgebrochen, um die Nordwestpassage zu entdecken - die Verbindung zwischen nördlichem Atlantik und Pazifik. Die Schiffe waren Aushängeschilder der britischen Marine - mit Dampfmotor, Heizungsmöglichkeiten und einem verstärkten Bug. Trotzdem blieben sie im Eis der Arktis stecken, die Besatzung verhungerte oder erfror vermutlich. Franklin gilt dennoch als Entdecker der Nordwestpassage.

Kanada als Anrainer des Seewegs hat jetzt zwei eigene Schiffe losgeschickt, um die beiden historischen zu finden. Sie sollen vier bis sechs Wochen lang bis zu 1.500 Quadratkilometer Meeresoberfläche absuchen - eine Fläche zwölfmal so groß wie bei früheren Suchaktionen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)