24. August 2012
In unserer Rubrik "Glasklar" beschäftigen wir uns - passend zu unserem Tagesthema Strafe - mit der Frage, was ein Schöffe ist.
Schöffen sind ehrenamtliche Richter an Gerichten. Sie urteilen über die Schuld oder Unschuld eines Angeklagten. Schöffen tragen die gleiche Verantwortung für einen Freispruch oder eine Geld- oder Freiheitsstrafe wie die Berufsrichter. Die Amtsperiode für Schöffen beträgt zurzeit fünf Jahre. Auf das Amt kann man sich bewerben; wenn es nicht genügend Bewerber gibt, können aber auch Personen berufen werden. Es ist kaum möglich, das Amt dann abzulehnen.
Vor der Einführung einer zentralen Gerichtsbarkeit gab es in Dörfern die sogenannten Gerichtsschöppen. Das waren meist Bauern des Dorfes, die im Allgemeinen von ihrem Grundherren auf Zeit ernannt wurden. Ihre Aufgabe bestand darin, den Schulzen und später dem Richter bei der Rechtsfindung behilflich zu sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)