24. August 2012
Pferde werden immer noch oft mit Brandzeichen gekennzeichnet. Da das bei den Tieren großen Stress auslöst mehren sich aber die Stimmen, die sagen, dass die Methode nicht mit dem Tierschutz vereinbar ist. Eine Alternative ist es, einen Chip zu implantieren. Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben jetzt untersucht, wie gut Brandzeichen überhaupt ihren Zweck erfüllen. Um die Leserlichkeit der Markierungen zu bestimmen, ließen die Forscher drei erfahrene Tester die Brandzeichen von 250 Pferden notieren. Die Tester schafften es laut den Forschern nur in 40 Prozent der Fälle, die Markierungen korrekt zu lesen.
Außerdem untersuchten die Wissenschaftler die Haut der Pferde unter den Brandzeichen. Fast alle Tiere wiesen dort deutliche Gewebeschäden auf, die auf abgeheilte Verbrennungen dritten Grades hinwiesen. Die Forscher erklärten deshalb, es gebe keinen Grund mehr, Pferde weiterhin mit der überholten Methode der Brandzeichen zu kennzeichnen. Die Studie ist im Fachmagazin "The Veterinary Journal" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)