27. August 2012

Tiger beißt Kölner Tierpflegerin tot - Diskussion über Zootiere

Nach dem Tod einer Tierpflegerin durch einen Tiger im Kölner Zoo wird über die Haltungsbedingungen in Tierparks diskutiert.

Der Sibirische Tiger hatte die Pflegerin am Samstag angegriffen und tödlich verletzt, der Zoodirektor erschoss ihn daraufhin auf Anweisung der Polizei mit einem Großkalibergewehr. Sibirische Tiger können bis zu zwei Meter lang und bis zu 300 Kilogramm schwer werden. Die Polizei hätte deswegen nach eigenen Angaben mit ihren Dienstwaffen nicht viel anrichten können.

Laut Tierschutzorganisation WWF sind die in Zoos gehaltenen Tiger allesamt verhaltensgestört und würden in freier Wildnis nicht überleben. Die Tierrechtsorganisation Peta forderte, die Haltung von Großkatzen in Zoos zu verbieten. Sie sprach von artwidriger Haltung in viel zu kleinen Gehegen. Dadurch nutzten die Raubkatzen jede sich bietende Möglichkeit, ihrem Gefängnis zu entkommen.

Im Netz wird heftig über den Fall diskutiert. Tierfreunde kritisieren auf der Facebook-Seite des Kölner Zoos, dass der Tiger erschossen statt betäubt wurde. Einige beklagen eher den Tod des Tigers als den der Tierpflegerin und werfen ihr vor, selbst schuld an ihrem Tod zu sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)