27. August 2012
Unser Blick in die Geschichte fällt auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.
Heute vor 60 Jahren wurden die Verhandlungen für das sogenannte "Wiedergutmachungsabkommen" abgeschlossen. Damit entschädigte Deutschland Juden, jüdische Organisationen und den Staat Israel für das Unrecht im Nationalsozialismus. Israel existierte damals gerade erst vier Jahre. Hilfe von Deutschland anzunehmen, war in der Gesellschaft sehr umstritten. Manche bezeichneten die Zahlungen als "Blutgeld". Doch Israel war dringend auf Unterstützung angewiesen. Und so wurde bis zum 27. August 1952 ausgehandelt, dass Deutschland zunächst drei Milliarden Mark an Israel zahlt. Damit sollten 500.000 Überlebende des Holocaust in den jungen Staat integriert werden. Später kamen weitere Vereinbarungen hinzu. Nach Angaben des Auswärtigen Amts hat Deutschland an in Israel lebende Verfolgte bislang rund 26,5 Milliarden Euro gezahlt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)