27. August 2012

WWW-Erfinder Berners-Lee wirbt für Offenheit im Netz

Der Vater des Internets sieht in Handy-Apps dessen Tod.

Der Erfinder des World Wide Webs, Tim Berners-Lee, hat zum Abschluss einer Internet-Konferenz in Berlin dazu aufgerufen, sich für Freiheit und Offenheit des weltweiten Computernetzes einzusetzen. Bei der "Campus Party" erklärte er Browser-Apps zur Zukunft. Das sind Anwendungen, die über Internetbrowser aufgerufen werden - im Gegensatz zu sogenannten nativen Apps auf Smartphones - etwa von Apple und Google. Die sind laut dem WWW-Erfinder nicht Teil des Webs; die Anbieter würden geschlossene Systeme errichten, die nichts mehr mit Offenheit, Dezentralität und Vernetzung zu tun hätten. Berners-Lee sagte, das Web müsse frei bleiben. Er rief die etwa 10.000 Teilnehmer der Berliner Internet-Konferenz dazu auf, sich in der Welt einzumischen und die Technik zu nutzen, um die Probleme der Welt zu lösen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)