27. August 2012

Raubtierknochen werden aus Südafrika nach Asien exportiert

In Asien werden vermehrt Tierknochen aus Afrika nachgefragt.

Aus den zermahlenen Knochen wird vor allem in Laos und Vietnam der sogenannte Tigerwein hergestellt, dem Heilkräfte zugeschrieben werden. Weil es in Asien inzwischen kaum noch Tiger gibt, ist die Nachfrage nach Knochen aus Afrika größer geworden. Wer etwa in Südafrika ein Löwen-Männchen erlegen will, muss rund 16.000 Euro zahlen; Weibchen kosten nur rund 3.000 Euro.

Der Handel mit Knochen wird in Südafrika kontrolliert; ausgeführt werden darf nur, was rechtmäßig erlegt wurde - das sind fast nur Tiere aus Zucht, etwa für die Jagd oder auch exklusiv für die Knochen. In Südafrika sollen noch 3.000 Raubkatzen in Freiheit leben, dagegen 5.000 Löwen in Gefangenschaft. Tierschützer fürchten, dass Löwen auch ohne Erlaubnis getötet werden, um die Knochen zu exportieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)