27. August 2012
Wenn der Körper durch eine Querschnittlähmung nicht mehr selbst bewegt werden kann, hilft künftig vielleicht ein High-Tech-Anzug.
Das sogenannte "Exo-Skelett" wird derzeit in Greifswald getestet. Der Elektroanzug ist eine Art motorisch betriebene Prothese, die durch einen 5-Kilo-Akku auf dem Rücken mit Strom versorgt wird. Gehen, Treppenlaufen, Autofahren - all das soll mit dem Anzug möglich sein. Erfunden hat das "Exo-Skelett" ein israelischer Ingenieur. Durch einen Unfall landete er selbst im Rollstuhl und entwickelte daraufhin mit eigenem Kapital einen Prototypen. Mittlerweile hat seine Firma 30 Mitarbeiter und vertreibt den Anzug bereits in den USA und Großbritannien. Der Ärztliche Direktor des Reha-Zentrums in Greifswald, in dem der Anzug getestet wird, Thomas Platz, spricht von einer "faszinierenden Innovation". Sie könnte Querschnittgelähmten mit stabilisierter Wirbelsäule, funktionierendem Gleichgewichtssinn und beweglichen Armen ein selbständiges Leben erleichtern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)